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Großer, moderner Atriumraum mit Gitterdecke, zentral hängendem Skelett eines Meeressäugers und Menschen, die sich im Raum bewegen oder sitzen
Fragen und Antworten

Neues Naturkundemuseum

Warum braucht Hamburg ein neues (Forschungs-)Museum? Was ist geplant, wie ist der aktuelle Stand und welche Bedeutung hat das Vorhaben für die Stadt und die Bürgerinnen und Bürger?  An dieser Stelle beantworten wir fortlaufend aktuelle Fragen zum Thema.

  • Erhalt der Sammlungen: Die angemessene Unterbringung der wertvollen, über zehn Millionen Sammlungsobjekte ist im bisherigen Museum der Natur Hamburg nicht gegeben und wurde bereits 2008 vom Wissenschaftsrat angemahnt. Eine zeitgemäße Infrastruktur für die internationale Biodiversitäts- und Evolutionsforschung ist hinsichtlich Größe, Belüftung, Klimatisierung, Schädlingsprävention und anderen Faktoren längst überfällig. Die heutigen Bedingungen gefährden den langfristigen Erhalt der Sammlungen. 

    Hamburg als Wissenschaftsstandort: Das neue Naturkundemuseum wird an einem prominenten Ort eine hohe Anziehungskraft entfalten und ein besonderes Zeichen für Wissenschaft und Forschung in Hamburg setzen. Es soll Hamburg als Wissenschaftsstandort bereichern und festigen. 

    Am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodversitätswandels (LIB) arbeiten herausragende und international vernetzte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 40 Nationen. Viele von ihnen sind auch mit der Perspektive auf ein neues Forschungsmuseum gekommen. Eine weitere Verzögerung würde die langfristigen Entwicklungsperspektiven für die Forschung am Standort Hamburg beeinträchtigen und könnte es erschweren, hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen und zu halten. 

    Naturkundemuseum mit Strahlkraft: Hamburg und die Metropolregion besitzen, anders als andere Regionen Deutschlands, kein Naturkundemuseum mit Strahlkraft. In einer Großstadt wie Hamburg fehlt ein Forschungsmuseum, das unser Verhältnis zur Natur reflektiert und Zukunftsdebatten zur Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen fördert. Das Naturhistorische Museum Hamburg wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nie wieder aufgebaut. Seitdem - und angesichts der Biodiversitätskrise heute mehr denn je - fehlt ein prominenter Ort, der Menschen für die Vielfalt der Natur begeistert und ihnen mit aktuellen Fakten sowie emotional begreifbar macht, was es bedeutet, wenn Tier- und Pflanzenarten durch menschlichen Einfluss vom Aussterben betroffen sind. Ein Ort, der die Tragweite dieses Verlusts verdeutlicht, uns unsere Verantwortung bewusst macht und Lösungen aufzeigt, ist eine Leerstelle in der Hamburger Museumslandschaft. 

    Außerschulischer Lernort: Ein Naturkundemuseum, wie es für Hamburg geplant ist, wird voraussichtlich jährlich Hunderttausende Menschen in Berührung mit relevanten Fragen unseres Lebens und Überlebens bringen, es liefert ihnen Fakten und bezieht sie bei der Suche nach Lösungen für den Erhalt unserer Natur mit ein. Ein Naturkundemuseum ist eine Erlebniswelt für Familien und Kinder – vor allem aber ist es ein außerschulischer Lernort zur Vielfalt der Natur – das ist besonders wichtig in einer Zeit, in der das Wissen um biologische Zusammenhänge und die Verbindung der Menschen zur Natur schwinden.

  • Ein Forschungsmuseum wie das Museum der Natur Hamburg des LIB ist weit mehr als ein Ausstellungsort. Es bewahrt wertvolle Sammlungen und schafft Wissen, das dazu beiträgt, Lösungen für den Erhalt der Natur zu entwickeln. Es ist Forschungsstätte, Wissensspeicher und ein lebendiger öffentlicher Begegnungsort zugleich.

    Forschungsmuseen wie die des LIB dokumentieren und analysieren Veränderungen der Biodiversität, machen Zusammenhänge sichtbar, tragen dazu bei, die Natur besser zu verstehen und bieten den Rahmen, Zukunftsfragen aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren. Sie sind auch Institutionen, die Forschungserkenntnisse für politische Entscheidungsträger nutzbar machen und in Diskursen zum Erhalt der Natur eine Stimme haben. 

    Besucherinnen und Besucher unterschiedlicher Hintergründe und Interessen erhalten in Ausstellungen, zielgruppenspezifischen Bildungsprogrammen und Veranstaltungen sowie digitalen Formaten von Forschungsmuseen nicht nur Einblicke in wissenschaftliche Erkenntnisse, Methoden und Arbeitsweisen, sondern auch in offene Fragen der Forschung. Gleichzeitig bringen sie ihre eigenen Fragen und Beobachtungen mit ein und bereichern so den Dialog unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen um Nachhaltigkeitsthemen.

  • Das neue Museum soll ein zentral in Hamburg gelegenes, integriertes Forschungsmuseum mit Forschungslaboren, Sammlungsdepots und dem öffentlichen Bereich (Ausstellungen, Bildungs- und Veranstaltungsangebote) werden, in dem – noch mehr als im derzeitigen Museum der Natur Hamburg im Grindelviertel – erforscht und erfahrbar werden soll, wie wichtig Natur-, Arten- und Klimaschutz für das Überleben der Menschheit sind.  Eine zentrale Wirkung liegt in der Fähigkeit moderner Naturkundemuseen, komplexe Themen wie den Verlust der Artenvielfalt und dessen Auswirkungen in immersive, zugängliche und einprägsame Erlebnisse zu übersetzen. 

    Im neuen Haus sollen internationale Spitzenforschung zur Veränderung der Biodiversität, der Erhalt und die Beforschung der Sammlungen sowie der öffentlich zugängliche Bereich eng miteinander verbunden werden. 

    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich mit zentralen Forschungsfragen unserer Zeit: Wie verändert der Klimawandel die Verbreitung von Arten? Was passiert mit Ökosystemen, wenn Arten sterben – und welchen Einfluss hat das auf uns Menschen? Was können wir der Biodiversitätskrise und dem Artensterben entgegensetzen? Welche Maßnahmen können wir entwickeln? 

    Das neue Naturkundemuseum soll ein lebendiger Ort sein, an dem Menschen die Vielfalt der Natur entdecken, Wissenschaft hautnah erleben und über die großen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft ins Gespräch kommen können. So entsteht ein Ort, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zum Nachdenken und gemeinsamen Handeln für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen anregt.

  • Das neue Museum soll als integriertes Forschungsmuseum gebaut werden, das heißt, hier sind verschiedene Labore und technische Räume, Werkstätten und Sammlungsdepots, Büros und Seminarräume sowie der öffentliche Bereich mit Ausstellungen, verschiedenen Bildungs- und Veranstaltungsräumen miteinander verknüpft. 

    Das neue Haus wird die drei Museen (Zoologie, Mineralogie und Geologie-Paläontologie) mit ihrer Sammlungs- und Forschungsinfrastruktur sowie Ausstellungen miteinander unter einem Dach verbinden. Zudem soll ein Bildungs- und Veranstaltungsbereich entstehen, in dem Forschung erlebbar wird.

    Da die jetzigen öffentlichen Bereiche die Kapazitätsgrenze erreicht haben und im neuen Museum mehrere Hunderttausend Besuchende erwartet werden, wird die Ausstellung größer und auch interaktiver als bislang angelegt. Außerdem sollen Räumlichkeiten für das naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Engagement von Vereinen, Initiativen und Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler geschaffen werden. Ziel ist, in Hamburg eine Gemeinschaft rund um das Thema Biodiversität aufzubauen. 

    Auch die wachsenden Sammlungen mit ihren derzeit mehr als zehn Millionen Objekten brauchen viel Raum.

  • Die über zehn Millionen Sammlungsobjekte, die derzeit auf drei Depots im Campusbereich der Universität Hamburg verteilt sind, werden in das neue Museum überführt. Sie werden hier für die Forschung und in Teilen auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

    Die Ausstellung wird neu und zeitgemäß gestaltet. Exponate aus der derzeitigen Ausstellung werden im neuen Haus in neuen Zusammenhängen präsentiert. Weitere Exponate und Inszenierungen werden hinzu kommen.

    Die jetzigen vom Museum der Natur belegten Gebäude werden perspektivisch weitgehend von der Universität Hamburg genutzt.

  • Hamburg hat sich 2021 im Rahmen eines Staatsvertrages mit dem Land Nordrhein-Westfalen zur Gründung des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) zum Bau eines Naturkundemuseums verpflichtet. 

    Aus dem Staatsvertrag, Artikel 7 (2): (…) Insbesondere wird vereinbart, dass die Freie und Hansestadt Hamburg ein neues Gebäude für den Standort Hamburg innerhalb der nächsten Jahre errichten wird, der die Hamburger Sammlungs-, Arbeits- und Laborräume sowie den Ausstellungs- und Bildungsbereich unter einem Dach vereint und dessen Finanzierung alleine durch die Freie und Hansestadt Hamburg zu tragen ist. (…)

    Der Staatsvertrag bildet weiterhin die verbindliche Grundlage für das Vorhaben. Auch die Bürgerschaft hat 2021 einen einstimmigen Beschluss gefasst, ein neues Naturkundemuseum in Hamburg zu errichten. 

    Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat Mitte Oktober 2026 ebenso wie Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal und Umweltsenatorin Katharina Fegebank die Entscheidung für ein neues Naturkundemuseum bekräftigt. 

  • Seit 2022 prüft der Hamburger Senat verschiedene Standorte für das neue Naturkundemuseum. Dabei werden insbesondere die räumlichen und technischen Anforderungen an ein integriertes Forschungsmuseum sowie wirtschaftliche, verkehrliche und städtebauliche Aspekte berücksichtigt.

    Auf Grundlage dieser Untersuchungen hat sich der Hamburger Senat im Oktober 2025 zunächst für den Elbtower als bevorzugte Standortoption ausgesprochen. Nach damaligem Prüfungsstand bot der Elbtower unter den untersuchten Varianten die besten Voraussetzungen hinsichtlich Qualität und Wirtschaftlichkeit.

    Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Die Verhandlungen zwischen dem Investorenkonsortium und dem Insolvenzverwalter sowie die Gespräche mit der Stadt Hamburg dauern weiterhin an. Erst wenn die erforderlichen Entscheidungsgrundlagen vorliegen, kann die Hamburgische Bürgerschaft abschließend über den Standort entscheiden.

    Neben dem Elbtower wurden weitere Standorte geprüft, darunter Flächen in der HafenCity, in Bahrenfeld und am Besenbinderhof. Die Standortfrage ist damit weiterhin offen.

    Für das LIB ist entscheidend, dass das neue Naturkundemuseum die Anforderungen an moderne Forschung, wissenschaftliche Sammlungen, Ausstellungen und Bildungsangebote erfüllt. Das gemeinsam mit der Stadt entwickelte Raumkonzept ist nicht an eine einzelne Immobilie gebunden.

  • Der Senat der Stadt Hamburg ist mit dem Immobilien-Konsortium um den privaten Investor Dieter Becken zum Erwerb von rund 46.000 Quadratmeter Fläche und einer genutzten Gemeinschaftsfläche des Elbtowers im Gespräch. Das Naturkundemuseum würde für seine Forschungsinfrastruktur und die öffentlichen Flächen die unteren zwölf Stockwerke des nun 199 Meter hoch geplanten Elbtowers nutzen. Das wäre knapp die Hälfte der Gesamtfläche. Als Kaufpreis für den schlüsselfertigen Elbtower nennt der Senat den Festpreis von 595 Millionen Euro. Das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels ist nicht in die Kaufverhandlungen eingebunden. 

    Die laufenden Kosten des Museums werden von der Leibniz-Gemeinschaft getragen.

  • Hamburg hat sich im Staatsvertrag mit Nordrhein-Westfalen zur Errichtung eines neuen Naturkundemuseums verpflichtet. Damit ist der Neubau Teil einer verbindlichen Vereinbarung zur Gründung des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB).

    Für die bislang favorisierte Unterbringung im Elbtower hatte der Hamburger Senat eine Finanzierung über Darlehen und Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen. Über die Bereitstellung und Verwendung der erforderlichen Mittel entscheiden die zuständigen politischen Gremien. 

    Zugleich ist das neue Naturkundemuseum selbst eine Investition in Bildung und Wissenschaft. Es soll nicht nur moderne Bedingungen für Forschung und den Erhalt wissenschaftlicher Sammlungen schaffen, sondern auch ein wichtiger außerschulischer Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden.

    Der Bau eines neuen Naturkundemuseums ist eine langfristige öffentliche Investition. Die dafür eingesetzten „investiven Mittel” unterscheiden sich von laufenden Ausgaben, wie sie für die Beschäftigung beispielsweise von Lehrerinnen und Lehrern, Schulbegleitung oder Studienplätze eingesetzt werden.

  • Derzeit ist das Museum der Natur Hamburg mit den Ausstellungen Zoologie, Mineralogie und Geologie-Paläontologie und seinen Sammlungen, Laboren, Technik- und Arbeitsräumen auf drei Orte im Campusbereich der Universität Hamburg verteilt. 

    Die angemessene Unterbringung der wertvollen, zehn Millionen Objekte umfassenden Sammlungen wurde bereits 2008 vom Wissenschaftsrat angemahnt. Eine zeitgemäße Infrastruktur für die Forschung ist dringend erforderlich. Insbesondere die unzureichenden räumlichen Bedingungen sowie Defizite bei Klimatisierung, Belüftung und Schädlingsprävention gefährden langfristig den Erhalt der Sammlungen und erschweren ihre Nutzung. 

    Die Sammlungen sind nicht nur ein wertvolles Naturerbe, sondern auch eine unverzichtbare Grundlage für die internationale Biodiversitäts- und Evolutionsforschung. Dafür braucht es moderne Labore, geeignete Arbeitsräume und eine Infrastruktur, die den wissenschaftlichen Anforderungen entspricht. Diese Voraussetzungen sind an den bisherigen Standorten nicht ausreichend gegeben.

    Zudem stoßen die Ausstellungen mit jährlich über 120.000 Besuchenden an die Kapazitätsgrenzen. Es fehlen Flächen für zeitgemäße Ausstellungen, vielfältige und inklusive Bildungsangebote und den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Die Ausstellungen können die räumlichen und inhaltlichen Anforderungen an ein modernes Museum und Ausstellungsgebäude nicht mehr erfüllen. 

    Ein Naturkundemuseum muss ein Ort sein, den alle Menschen unabhängig von ihrem Alter oder ihren individuellen Voraussetzungen gerne besuchen, inspiriert verlassen und erneut wieder aufsuchen.  Dafür braucht es ausreichend große, attraktive Ausstellungs- und Bildungsflächen sowie eine zentrale Lage und gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

  • Das neue Naturkundemuseum soll - stärker als das derzeitige Museum der Natur Hamburg - ein Bildungs- und Veranstaltungsort werden, der aktuelles Wissen zur Biodiversität anschaulich vermittelt, Naturforschung für breite Bevölkerungsschichten sichtbar und zugänglich macht und einen Raum für Diskussionen bietet. Geplant sind vielfältige Angebote, die zum Mitmachen, Ausprobieren und gemeinsamen Lernen einladen.

    Menschen vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter sollen hier ganzheitlich an die Arbeits- und Denkweisen der Forschung, der Erarbeitung von wissenschaftlich evidenten Fakten und den kritischen Umgang mit Daten einbezogen werden.  

    In interaktiven Aktionsräumen und Mitmachlaboren sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene naturwissenschaftlichen Fragen selbst auf den Grund gehen können. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen über die biologische Vielfalt zu vermitteln, sondern auch darum, wissenschaftliche Arbeitsweisen kennenzulernen, Forschungsergebnisse einzuordnen und den kritischen Umgang mit Informationen und Daten zu fördern. Geplant ist zudem eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten, Initiativen, Vereinen und Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftlern.

    Wichtig wird im neuen Museum die Förderung Artenkenntnis als Grundlage für den Naturschutz. Vor allem junge Menschen sollen in Kursen, Exkursionen und Jugendclubs ihr Wissen um Arten und ökologische Zusammenhänge erweitern können. Denn nur was man kennt, schützt man auch. Perspektivisch soll im neuen Museum ein Kompetenzzentrum für Artenwissen entstehen. 

    Im Veranstaltungsbereich sollen gesellschaftliche Fragen mit Forschenden und Gästen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur aufgegriffen und unter unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert werden. Ob der Wettlauf gegen das Artensterben, Möglichkeiten zum Artenschutz oder die Bedeutung von Artenvielfalt in der Landwirtschaft - bei allen Themen sollen Erkenntnisse aus wichtigen LIB-Forschungsfeldern und -Projekten mit Fragen von Bürgerinnen und Bürgern und Beiträgen von Stakeholdern verknüpft werden.

    Die umfassende Biokulturelle Sammlung des LIB wird ebenso perspektivisch eine wichtige Rolle in der Jugend- und Erwachsenenbildung spielen. Die Objekte - wie Jagdtrophäen, Modeprodukte aus Leder, Pelz oder Elfenbein - erzählen durch die Art der Präparation über die Nutzung von Tiergruppen, über gesellschaftliche Werte und Rollenbilder, über Wissen und Wahrnehmung. Eingesetzt werden die Objekte beispielsweise bei Bestimmungsübungen mit Zollmitarbeitenden oder anderen Veranstaltungen zum Artenschutz. 

  • Das Naturhistorische Museum Hamburg wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Es lag am Hauptbahnhof und war einst das zweitgrößte Naturkundemuseum Deutschlands: ein eindrucksvoller Bau mit einer großzügigen Ausstellung.

    Das Naturhistorische Museum wurde 1843 von Hamburger Bürgerinnen und Bürgern gegründet und siedelte 1891 in den Neubau am Steintorwall um.

    Glücklicherweise konnten im Zweiten Weltkrieg Teile der Sammlungen ausgelagert und gerettet werden. Sie gelangten 1969 in den Besitz der Universität. Mit der Gründung des Centrums für Naturkunde wurden die drei Universitätsmuseen der Zoologie, Mineralogie und Geologie-Paläontologie in einer Betriebseinheit zusammengefasst und der Ausbau der wissenschaftlichen Sammlungen und des öffentlichen Bereiches vorangetrieben.

    2021 wurde das Centrum für Naturkunde der Universität zusammen mit dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn zum Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels zusammengeführt.

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